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Hoopers Agility- so fing es an:

Auf der Suche nach einem "eigenen" Hobby für Yedi sind wir im Sommer 2016 über Hoopers Agility gestolpert, gleich im Nachbarort wurde ein Kurs angeboten. Yedi war acht, in meinen Augen zu alt für einen Einstieg ins Agility ganz ohne körperliche Vorkennntnisse. Er kannte das Umrunden von Gegenständen bereits aus dem Dogdance, die Fässer und Gates waren kein Problem. Auch die Hoopers nahm er sehr schnell an, allerdings sind hier seine Grenzen bei der Distanzarbeit noch enger gesteckt. Wir arbeiten in einer Gruppe die sehr fortgeschritten ist, die Hunde gehen den Parcours meist flüssig während die Menschen im Führbereich stehen bleiben.

Bei uns dauert das noch eine Weile. Ein großer Parcours besteht für uns zwei meist aus 3-4 Sequenzen. So kann Yedi seinen Job erfolgreich meistern und wir freuen uns tierisch, wenn wir mal zwei Sequenzen aneinander hängen können. Auch die Distanz zwischen den Hoops wird länger, und er flitzt mit Eifer durch. In der Hundeschule Schnüffelnase sind wir nun Stammgast.

Für mich waren die Wortsignale eine große Aufgabe, denn die sind völlig anders als beim Dogdance und ich wollte keine Verwirrung beim Hund stiften. Die andern nenne das umrunden von Fässern in Laufrichtung generell "Aussen",  wechselt er die Laufrichtung heisst es "rum" und läuft der Hund am Menschen vorbei und umrundet hinter seinem Rücken, heisst es "Hinten".Das Signal für s losflitzen und Hoopers mitnehmen heisst "lauf" ..... das alles geht bei uns nicht.Also setzte ich mich vor jeder Stunde hin und tüftelte meine Signale genau durch, mittlerweile geht es schon von selbst.

Yedi kennt "Revier" für rechtsherum und "Lirum" für linksherum, unabhängig von meinem Standort. Und "Lauf" bedeutet Galopp, aus der VOR Position, mit dem Rücken zu mir ohne jegliche Hindernisse oder targets. Ungeeignet für Hoopers, also haben wir unsere Phantasie eingeschaltet, "Vai" bedeutet: flitz durch die Hoopers, das hat er schnell verstanden.

Während der Arbeiten an unserem Buch "Der Freudenweg" haben wir etliche Hundepsortarten ausprobiert und es ist so spannend für mich, zu sehen wie Yedi sich dabei verhält. Er ist richtig "Wichtig",  sitzt wie ein Musterschüler und beobachtet die andern Teilnehmer,  er saugt die neuen Eindrücke förmlich ein. Es macht solche Freude mit ihm.

Als Trainer geniesse ich es, selbst trainiert zu werden, es ist so entspannend , einen Kurs zu besuchen und sich einfach "bespassen" zu lassen.    Ob wir jemals ein Turnier laufen werden, steht in den Sternen. Aber Seminare werden wir sicher besuchen, Yedi liebt es genauso wie ich, Neues zu lernen. Die Zeit, die wir miteinander im Hoopers verbringen, ist so kostbar, wir sind sehr glücklich, diesen Sport für uns entdeckt zu haben.

 

 

 

   
© Carmen Schmid